Juli / August

Unser Kräutergarten in den Monaten Juli und August

 

Geben und Nehmen

Beim Gärtnern geht es nicht in erster Linie darum, das Richtige zu tun. Für uns ist Gärtnern Freude am Lebendigen. Die Natur und das Wachstum zu fördern und sich am Gedeihen der Pflanzen zu freuen ist ein schönes Gefühl und gleichzeitig bieten wir unseren Gästen eine schöne Umgebung, Natur-verbundenheit und eine gesunde Ernährung.

Die Natur gibt uns immer wieder Rätsel auf, fordert uns zur Auseinander- setzung auf, und das ist gut so. Jeder Garten ist anders. Die Natur bietet keine universellen Patentrezepte an. Nur wer sich mit seiner Erde befasst, weiss um die Gegebenheiten. Nur der Bewirtschafter kann herausfinden, was für seinen Boden gut ist.

Unter unseren alten Holunderbäumen pflanzen wir Lavendel, Kapuziner-Kresse und Knoblauch. Das hält die Läuse fern. Sollte an feuchtheissen Frühsommertagen doch einmal eine Läuseplage auftreten, stellen wir umgestülpte Tontöpfe auf. Mit Holzwolle gefüllt, bieten sie einen idealen Unterschlupf für Ohrwürmer. Die unermüdlichen Helfer sind neben den Marienkäfern wahre Weltmeister im Läuse fressen. Fenchel, Dill und Koreander locken Schwebefliegen und Schlupfwespen an, die im Insektengarten unser Fünfstern-Insektenhotel bewohnen und im Gemüsegarten mit Kohlweisslingen und Blattläusen aufräumen.

Vorwärts zur Natur

Der biologische Garten ist ein einheitliches Gefüge. Es ist eine Vernetzung und Symbiose zwischen Nutzpflanzen, unterstützenden Gründüngungen, Zwischensaaten, Tieren, Nützlingen, Schädlingen und dem Gärtner. Alle sind Teil des Naturkreislaufs. Jeder hat seine Aufgabe, sogar die Schädlinge, denn sie zeigen an, wo es etwas zu tun gibt, wo der Garten nicht im Gleichgewicht ist. Biologisch gärtnern ist eine Lebenshaltung und heisst, nicht gegen, sondern mit der Natur zu arbeiten und sich mit deren Gesetzmässigkeiten auseinanderzusetzen. Biologisch gärtnern braucht Zeit: Zeit zum Beobachten, Zeit, um die Pflanzen und Ideen im Garten wachsen zu lassen.

Wichtige Arbeiten:

  • Gründüngungen vor den Ferien kompostieren
  • Direktsaaten fortlaufend ausdünnen (ein bis zwei Mal pro Woche kontrollieren)
  • Teekräuter laufend ernten und frisch zubereiten, Überschüsse täglich bei gutem Wetter ernten und schonend trocknen
  • Sanfter Rückschnitt
  • Tägliches Beobachten des Wachstums, Schädlingsbefall kontrollieren
  • Täglich lockern mit der Pendelhacke